Das Auge

Aufbau – Funktion – Sehvorgang

Das Auge und der Akt des Sehens sind ein hochkomplizierter Prozess, der an vielen Stellen gestört werden kann. Gerne stellen wir Ihnen den Aufbau und die Funktionsweise des Auges vor.

Aufbau

Das Auge liegt in einer Knochenhöhle des Schädels (Orbita), ist von einer Fettschicht umgeben und wird von sechs Muskeln bewegt. Nach außen wird es von der Hornhaut begrenzt – einer transparenten, widerstandsfähigen Hülle.

Die Hornhaut

Die Hornhaut ist die äußerste, glasartige Schicht des Auges. Sie ist rund einen halben Millimeter (550 Mikron) dick, hat einen Durchmesser von 11 bis 12 mm und bricht die Lichtstrahlen am stärksten – der größte Teil der Fokussierung entfällt auf sie. Deshalb setzt die refraktive Chirurgie (LASIK, PRK) genau hier an.

Der Weg des Lichts

Das Licht passiert auf dem Weg ins Augeninnere die Linse und fällt auf die Netzhaut. Dort nehmen Millionen feinster, lichtempfindlicher Nervenzellen das Bild auf. Ihre Fortsätze treffen sich am Sehnervenkopf und schicken ihre Impulse gebündelt Richtung Großhirn.

Funktion

Der Aufbau des Auges lässt sich gut mit dem einer Kamera vergleichen: Der Augapfel ist ein kugelförmiges Gebilde von etwa 24 mm Durchmesser. Die weiße Lederhaut entspricht dem Gehäuse, Hornhaut und Linse dem Objektiv, die Iris der Blende und die Netzhaut dem Film.

Iris & Pupille

Die Iris (Regenbogenhaut) liegt vor der Linse und hat in der Mitte die Pupille. Zwei Muskeln erweitern und verengen sie und regulieren so den Lichteinfall – wie die Blende einer Kamera. Die Farbe der Iris bestimmt ihr Pigmentgehalt.

Die Linse

Die Linse bündelt die einfallenden Lichtstrahlen und stellt das Bild scharf. Der Strahlenkörpermuskel verformt und bewegt sie; er beeinflusst zudem den Kammerwasserabfluss über den Schlemmschen Kanal.

Die Netzhaut

Die Netzhaut ist der „Film“, auf den das Bild projiziert wird. Sie enthält etwa 6,5 Millionen Zapfen für das Farbsehen bei Tag und 120 Millionen Stäbchen für das Schwarz-Weiß-Sehen bei Dunkelheit. Die Makula – der „gelbe Fleck“ – ist ihr Zentrum mit der höchsten Sehschärfe.

Aderhaut & Sehnerv

Die Aderhaut ist stark durchblutet und versorgt die Netzhaut. Durch eine siebartige Öffnung in der Lederhaut verläuft der Sehnerv, in dem sich Millionen Nervenfasern der Netzhaut vereinen und die optischen Informationen an das Gehirn weitergeben.

Sehvorgang

Unser Auge ist das wichtigste Sinnesorgan, um die Außenwelt wahrzunehmen. Der Augapfel ist von drei Hüllen umgeben: außen von der weißen Lederhaut, darunter von einer Schicht mit Blutgefäßen, innen von der Netzhaut, auf die die Lichtstrahlen wie auf eine Leinwand projiziert werden.

Licht trifft auf Hornhaut und Iris

Ein Lichtstrahl trifft zuerst auf die Hornhaut und dann auf die Iris, die je nach Pigmentierung blau, braun oder grün erscheint.

Die Pupille reguliert den Lichteinfall

Die Pupille wirkt wie die Blende eines Fotoapparates: Bei starker Helligkeit verengt sie sich, in der Dämmerung weitet sie sich.

Die Linse stellt scharf

Die Augenlinse verändert Dicke und Form und bündelt oder streut die Lichtstrahlen so, dass der Gegenstand scharf auf der Netzhaut abgebildet wird. Zuvor durchziehen die Strahlen den Glaskörper, der zu rund 70 Prozent aus Wasser besteht.

Vom Reiz zum Bild im Gehirn

Auf der Netzhaut nehmen Zapfen und Stäbchen die Lichtreize auf und wandeln sie in Nervenreize um. Über den Sehnerv gelangen diese zum Sehzentrum im Gehirn, wo die Eindrücke beider Augen zu einem einheitlichen Bild zusammengefügt werden.

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